Red Camel-Jordans.nl feiert in Silverstone ersten Sieg in der 24H SERIES seit zwei Jahren

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Red Camel-Jordans.nl (#303, Ivo Breukers / Rik Breukers / Konstantins Calko) hat sich im aktionsreichen Saisonauftakt der Europameisterschaft 2018 im britischen Silverstone den Sieg gesichert. Wechselnde Witterungsbedingungen und Streckentemperaturen hatten einen großen Einfluss auf das Rennen. Nachdem er zuvor am Wochenende bereits das Zwölfstundenrennen für GT und Prototypen absolviert hatte, fuhr Rik Breukers den SEAT Leon TCR mit der Startnummer 303 als Sieger über die Ziellinie. Insgesamt hatte das siegreiche Team 411 Runden auf der 5,891 Kilometer langen ‚Arena’-Streckenvariante des Silverstone Circuit absolviert.

Die Bedingungen auf der erst kürzlich neu asphaltierten Rennstrecke von Silverstone waren so schwierig, dass auch der siegreiche Red Camel-Jordans.nl-SEAT zu den zahlreichen Autos gehörte, die aus dem nassen Kiesbett befreit werden mussten. Das hohe Tempo am Samstagnachmittag und -abend brachte für das Team mit der Startnummer 303 beim Zieleinlauf jedoch einen Vorsprung von 5:44 Minuten auf das Team Bleekemolen (#100, Sebastiaan Bleekemolen / Melvin de Groot / Rob Smith / Rene Steenmetz). Für Red Camel-Jordans.nl ist es der erste TCR-Klassensieg in den 24H SERIES powered by Hankook seit 2016, als das Team ebenfalls in Silverstone einen Erfolg feiern konnte.

Die Gesamtsieger der Hankook 24H SILVERSTONE des Vorjahres im Team Bleekemolen SEAT Leon TCR kamen diesmal auf Rang zwei ins Ziel, gefolgt von den Siegern der Hankook 12H SPA-FRANCORCHAMPS 2017, LMS Racing by Bas Koeten Racing (#129, Antti Buri / Kari-Pekka Laaksonen / Olli Kangas). Der dritte Platz für das Team, das ausschließlich aus finnischen Fahrern bestand, komplettierte auch den dreifachen Erfolg für SEAT in der TCR-Klasse.

Holmgaard Motorsport (#102, Magnus Holmgaard / Roy Edland / Jens Mølgnaard / Jonas Holmgaard / René Rasmussen) war auf Position vier das bestplatzierte Team, das nicht mit einem SEAT an den Start ging. Der Volkswagen Golf GTi TCR DSG kam unmittelbar vor NKPP Racing by Bas Koeten Racing (#175, Gijs Bessem / Harry Hilders / Ronny Jost / Fabian Danz) ins Ziel. Das Team war einer der beiden Bas-Koeten-Racing-Mannschaften, die am Wochenende in Silverstone den nagelneuen Cupra TCR einsetzten. Die andere Cupra-Mannschaft, Kawasaki Racing by Bas Koeten Racing (#155, Kristian Jepsen / Jan Sorensen / Anthony Lambert / JM Littman), beendete das Rennen auf Gesamtrang acht.

Eine eindrucksvolle Leistung beim Debüt in der Serie zeigte J W BIRD Motorsport (#221, Paul Dehadray / Kieran Griffin / William Paul / Rory Butcher). Das Team führte in den ersten beiden Stunden 38 Runden lang das Feld an und kam schließlich auf dem beachtlichen neunten Platz ins Ziel.

Die ersten zwei Teams in der A3-Klasse belegten die Positionen sechs und sieben der Gesamtwertung. Der Hofor Racing powered bei Bonk Motorsport-BMW M235i Racing Cup (#131, Martin Kroll / Michael Schrey / Michael Fischer / Bernd Küpper / Gustav Engljaehringer) setzte sich dabei knapp gegen den BMW der CUP1-Titelverteidiger DUWO Racing (#235, Philip Harris / Oliver Bryant / Grahame Bryant / Adam Dawson / William Plant) durch. Weiter zurück komplettierte der PDM Motorsport BMW (#999, Dimitri Kluyskens / Maxence Vandekerckhove / Pierre De Landsheere / Peter Puype) den dreifachen Erfolg für BMW in der Klasse A3 sowie die Top Ten der Gesamtwertung.

Die amtierenden 24H TCE SERIES-Titelträger Synchro Motorsport (#76, Alyn James / Daniel Wheeler / Matt Neal) belegten bei einem charakterbildenden Rennen mit dem FK2-Honda Civic Type R Platz vier in der Klasse. In der Nacht mussten sowohl der Motor als auch das Getriebe ausgetauscht werden. ‚Charakterbildend’ galt auch für die Erfahrungen, die Excelr8 Motorsport sammeln musste. Bereits in der Anfangsphase ging am MINI F56 JCW (#134, Max Bladon / Rob Smith / Ricky Coomber / Szeto Wing Shun Ivan / Clement Tong) bei einem Unfall eine Spurstange zu Bruch. Außerdem stand das Auto für einen Motorwechsel fast fünf Stunden lang in der Box. Das Schwesterauto, der Audi RS3 LMS SEQ (#106, David Marcussen / Akhil Rabindra / Sandy Mitchell / James Kaye), hatte es immer wieder mit Elektrikproblemen zu tun. Die Ursache fand sich schließlich in der Drosselklappe des Turboladers. Dass es die beiden Autos dennoch ins Ziel schafften, war durchaus bemerkenswert.

Die Teams, die im ‚Home of British Motorsport’ an den Start gingen, hatten es nicht nur mit der Konkurrenz, sondern auch mit wechselnden Bedingungen beim oft zitierten ‚typisch englischen Frühlingswetter’ zu tun. Neben Regen und niedrigen Temperaturen kam gegen zwei Uhr früh dichter Neben auf. Aus Sicherheitsgründen wurde das Rennen für mehrere Stunden unterbrochen und erst um 6.45 Uhr Ortszeit wieder aufgenommen.

Das Langstreckenprogramm 2018 von CREVENTIC wird in wenigen Wochen in Spanien fortgesetzt mit den Hankook 12H NAVARRA vom 20.-22. April. Dort wird der zweite Saisonlauf der Europameisterschaft 2018 für GT- und PROTO-Teams ausgetragen. Für die TCE-Serie geht es vom 24.-26. Mai weiter mit den Hankook 12H IMOLA. Nähere Informationen gibt es unter www.24hseries.com.

Text: Presse Creventic, Fotos: Werner Hebenstreit

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